Hörbuch und Herbarium

Hat jemand schon das Hörbuch vom „Nachtflieger“ gesehen? (Oder sogar gehört?)

Im Buch kommen ein paar komische Wörter vor, die nicht jeder kennt. Die Hörcompany haben aber auf ihrer Website eine wunderschöne Grafik hochgeladen, die alle Klarheiten beseitigt 🙂

© Malin Johansson/Michele Blanchard

Das ist so schön gezeichnet! Und ehrlich gesagt wusste ich selbst noch gar nicht, woher der Ausdruck „verknusen“ kommt. Jetzt weiß ich’s auch.

Zum Fliegenpilz muss ich aber anmerken: ja, Fliegenpilz macht wirklich Halluzinationen, wie im Buch beschrieben. Ob bei Insekten, das weiß ich nicht, aber beim Menschen. Allerdings kann man sich damit auch tödlich vergiften, wenn man Pech hat. Das Zeug ist leider nicht für lustige Scherze geeignet.

Überhaupt sollte man die Finger von selbstgemachten Drogen aus Pflanzenteilen lassen. Pflanzen entwickeln sich nämlich abhängig von Temperatur, Klima, Boden, Stress und vielen anderen Faktoren – man weiß also nicht, wieviel berauschende Stoffe tatsächlich drin sind. Es könnte viel zuviel sein, man weiß das vorher nicht.

Fliegenpilz entwickelt sein Gift übrigens in Abhängigheit von Ost oder West verschieden stark. Ossipilze wirken also anders als Wessipilze.

Heute habe ich gelesen, dass irgendwelche verzweifelten Seelen da draußen Hortensien rauchen (schluchz, Hortensien?!). Die berauschen aber nicht, sondern bilden nur Blausäure. Sehr ungesund. Und ab und zu kriegt man in meiner Straße auch mal den Klatschmohn aus dem Garten geklaut – der wirkt aber auch nicht. Wirklich nicht. Da braucht man schon den echten Schlafmohn.

PS: Und vom Aufrollen und Rauchen irgendwelcher Lieblings-Songtexte ist auch abzuraten. Ja, ich kenne jemanden, der das gemacht hat. Er lebt unbeschadet, aber er wurde auch nicht high.

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